Typ-1-Diabetes
Der Typ-1-Diabetes, auch als „jugendlicher“ oder
„insulinabhängiger“ Diabetes bezeichnet,
ist eine Krankheit, die schon im frühesten Kindesalter
auftreten kann. Es ist eine so genannte Autoimmunerkrankung, das
heißt, das körpereigene Immunsystem greift die
Insulin-produzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse
an und zerstört sie. Der Körper benötigt den
Botenstoff Insulin, um Zucker aus der Nahrung in Energie umzuwandeln.
Kinder mit Typ-1-Diabetes müssen sich mehrmals
täglich Insulin zuführen um gesund zu bleiben.
Schon vor dem eigentlichen Ausbruch der Krankheit können im
Blut so genannte Diabetes-Autoantikörper
nachgeweisen werden.
Wer solche Diabetes-Autoantikörper hat, hat ein
erhöhtes Risiko an Diabetes zu erkranken.
Wie hoch
ist das Erkrankungsrisiko?
Das
allgemeine Erkrankungsrisiko
liegt etwa bei 0,03%. Das bedeutet, dass drei von 1000 Kindern einen
Typ-1-Diabetes bekommen werden. Bei Kindern mit einem an Typ-1-Diabetes
erkrankten Verwandten (Vater, Mutter oder Geschwister) liegt das
durchschnittliche Risiko an Diabetes zu erkranken bei etwa 5% (50 von
1000 Kindern). Kinder aus Familien, in denen bereits mehrere Personen
(Vater, Mutter oder Geschwister) an Typ-1-Diabetes erkrankt sind, haben
ein Risiko von etwa 30% (300 von 1000 Kindern). Wenn ein Kind neben
einem erkrankten Geschwisterkind oder mehreren erkrankten Verwandten
selbst noch so genannte Diabetes-Risikogene
hat, besteht
ein sehr hohes
Diabetesrisiko von etwa 50% (500 von 1000 Kindern).