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Pre-POINT ist die erste Studie, die eine Art Impfung zur Verhinderung von Autoimmunität und Typ-1-Diabetes anbietet. Dabei soll eine vorbeugende Behandlung mit Insulin bei Kindern mit sehr hohem Diabetesrisiko bereits die Entwicklung von Diabetes-Autoantikörpern verhindern. Das Ziel der Pre-POINT-Studie ist, die am besten geeignete Dosis des Insulins zu bestimmen.

Während der Studie wird Insulin täglich als Pulver über den Mund aufgenommen. Es dient nicht zur Senkung des Blutzuckers, sondern soll, wie eine Schutzimpfung, das Immunsystem beeinflussen. Voruntersuchungen in den USA haben gezeigt, dass es einen solchen schützenden Effekt auf das Immunsystem gibt.
Die Behandlung im Rahmen der Pre-POINT-Studie dauert bis zu 18 Monaten. Kinder, die erst nach Beginn der Studie hinzukommen, werden entsprechend kürzer daran teilnehmen (mindestens 3 bis maximal 18 Monate).

Nach Abschluss der Pre-POINT-Studie wird die POINT-Studie folgen. Sie wird über einen längeren Zeitraum den schützenden Einfluss einer Insulinimpfung auf die Entstehung von Diabetes untersuchen und ob der Diabetes durch die Behandlung längerfristig verhindert werden kann. Die Teilnehmer der Pre-POINT-Studie können auf Wunsch auch an dieser Nachfolgestudie teilnehmen.
Kinder zwischen 18 Monaten und 7 Jahren, die ein sehr hohes Diabetesrisiko von bis zu 50% haben, können an Pre-POINT teilnehmen, solange Sie noch keine Diabetes-Autoantikörper aufweisen. Ein sehr hohes Risiko besteht bei Kindern, die einen oder mehrere Verwandte mit Typ-1-Diabetes haben und selbst bestimmte Vererbungsmerkmale aufweisen, die mit dem Typ-1-Diabetes in Verbindung stehen (Diabetes-Risikogene).
Pre-POINT ist eine internationale Studie. Der Studienleiter ist Prof. Dr. Ezio Bonifacio vom Zentrum für Regenerative Therapien der Technischen Universität Dresden (CRTD). In Deutschland wird die Studie am Institut für Diabetesforschung in München unter der Leitung von Prof. Dr. med. Anette-G. Ziegler durchgeführt, in Österreich  von Prof. Dr. Edith Schober von der Universitätskinderklinik in Wien. Neben diesen beiden Zentren gibt es auch Studienzentren in Großbritannien, Kanada und den USA.

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